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Mangelnde Kompetenz im Veterinäramt Spandau

Mangelnde Kompetenz bei der Beurteilung von "Nacktkatzen" und die Willkür einer von Wissen befreiten Amtstierärztin des Spandauer Veterinäramtes führt zu einem Fehlurteil zum Nachteil Katze und Besitzer.


Ein Gastbeitrag von: Christoph Riedel | Internationaler Katzenrichter (all breed)
www.nofretetes-katzen.de

FleurSogenannte „Nacktkatzen“ sind in den letzten Jahren in den Fokus von Amtstierärzten und selbsternannten „Tierschützern“ geraten. Liebhaber dieser Katzen verstehen dieses Vorgehen nicht und bilden dagegen Widerstand.
Bevor ich genauer auf die Problematik eingehe, wollte ich erwähnen, dass schon die Bezeichnung „Nacktkatze“ an sich unkorrekt ist, da „nackt“ unbekleidet bedeutet und dies auf dann alle feliden Artgenossen zutreffe. Aus diesem Grunde spreche ich lieber von unbehaarten/spärlich behaarten Katzen, zumal wenn Katzen mit Kleidungsstücken seitens ihrer Besitzer versehen werden, dann gerade diese Varietäten.
Durch die Presse ging vor allem das Gerichtsurteil des Berliner Verwaltungsgerichtes, das auf Forderung des Spandauer Veterinäramtes verfügte, dass der Canadian Sphynx-Kater „Willi“ kastriert werden sollte. Dadurch, dass ich genau in diesem Gebiet meinen Wohnsitz habe, habe ich enge Bezugspunkte zu diesem Urteil.

Zunächst einmal möchte ich kurz auf unser Rechtssystem hinweisen, in dem jemand solange als unschuldig gilt, solange ihm keine Schuld nachgewiesen wird. Leider wird dieser Grundsatz seit einiger Zeit von einigen Amtstierärzten/„Tierschützern“ vorsätzlich untergraben, da hier ohne wissenschaftliche Untersuchungen Behauptungen aufgestellt werden, die von vielen dann als Tatsachen angesehen werden. Dies führt unweigerlich zu einer verfälschten Beweislast, da der Amtsveterinär häufig die Meinung vertritt, nicht er müsse die „Schuld beweisen“, sondern der Liebhaber die „Unschuld“.
Auch wenn dieses Vorgehen keinesfalls mit meinem Rechtsverständnis vereinbar ist, werde ich die Argumente aufgreifen und diskutieren.

Häufig gibt es vier „Tatvorwürfe“:

1. Tatvorwurf – Tiere bekämen stets Sonnenbrand und/oder würden ständig frieren (siehe hierzu unsere Erläuterungen in Punkt 1)
2. Tatvorwurf – Tiere hätten keine Wimpern (siehe Punkt 2)
3. Tatvorwurf – Tiere hätten keine Vibrissen (siehe Punkt 3)
4. Tatvorwurf – Tiere können in freier Natur nicht überleben (siehe Punkt 4)

Als letzten Punkt erlauben Sie mir, kurz diese Tatvorwürfe zusammenzufassen:
5. Resümee.

1. Ausführungen zum Tatvorwurf „Tiere bekämen stets Sonnenbrand und/oder würden ständig frieren“:

Wenn man das Internet durchstöbert, liest man häufig, dass unbehaarte Katzen sehr häufig frieren würden oder einen Sonnenbrand bekämen. Stimmt dies aber auch? Wenn man sich diese Artikel ansieht, dann bemerkt man schnell, dass diese Aussagen hauptsächlich von Personen stammen, die selbst gar keine unbehaarten Katzen besitzen – häufig noch nie persönlich welche gesehen haben. Den Wahrheitsgehalt dieser Publikationen darf man anzweifeln.
Wesentlich seriöser sind hier die Aussagen des Tierarztes Dr. M. Newkirk [„All About Hairless Dog and Cat Breeds“], der berichtet, dass Aktinodermatitis bei hellen haarlosen Katzen an den Ohrenrändern, dem Nasenspiegel und der Lippen auftritt. Wenn man dies mit den Ausführungen der Veterinärin Dr. R. MacPete [„Protect Your Pet From The Sun!“] vergleicht, dann behauptet sie das gleiche bei Katzen mit Fell. Mit anderen Worten, das Risiko eines Sonnenbrandes nicht von der Felllänge abhängig, sondern von der Pigmentierung der Haut. Denn hauptsächlich treten Sonnenbrände nur bei hellpigmentierten Katzen an den o. g. Stellen auf – sowohl bei kurzhaarigen, langhaarigen oder unbehaarten Tieren. Bei dunkel pigmentieren Tieren ist dieses Risiko als vernachlässigbar klein anzusehen.
Mit anderen Worten, ist das Problem „Sonnenbrand“ nicht von der Felllänge abhängig, sondern von der Pigmentierung an den Ohren und der Mundpartie samt Nasenspiegel.
Aus keinem wissenschaftlichen Gutachten geht hervor, dass haarlose Katzen frieren würden [siehe hierzu auch Dr. W.-D. Schmidt: Gutachten zum §11b TierSchG „Qualzucht“ bei Sphinx-Katzen vom 24.09.2001]. Haarlose Katzen haben einen höheren Energieumsatz, und die Haut ist stärker durchblutet. Dass die Haut stärker durchblutet wird und damit äußerlich eine höhere Temperatur herrscht, beschreiben O. & A. Cheberuk [„Sphynx Cats – Keep and Care“] und K. Fawcett [„11 Not-So-Fluffy Facts About Sphynx Cats“]. Nirgends gibt es wissenschaftliche Hinweise auf frierende Katzen.
Abgesehen davon, gibt es unterschiedliche Ausführungen. Speziell bei den Rassen Don Sphynx und Peterbald beschreibt eine spärlich behaarte, nahezu haarlose Katzenrasse. Sie haben verschiedene Felllängen. Sie werden je nach Beschaffenheit der Haare in den Varietäten „bald/Gummi“, „velour“, „flock“, „brush“ und in „straight“ unterschieden [siehe Ch. Riedel: „Rassekatzen - klasse Katzen“, Books on Demand, ISBN 9-783735-774897].
Da es bei Peterbalds eine Kreuzung zwischen Siamesen, Balinesen, Orientalisch Kurzhaar und Orientalisch Halblanghaar (Mandarin oder Javanese) erlaubt ist, ist es auch nicht erstaunlich, dass zwei Peterbald-Eltern einen Wurf mit Balinesen/Mandarin aufziehen können.
Die komplett mit Haarkleid versehenden Kinder dieser Peterbald-Eltern werden häufig als Peterbald straight registriert, sie tragen allerdings kein Allel der Haarlosigkeit, entsprechen also phänotypisch und genotypisch ihren behaaren Varietäten.
Allein der Tatvorwurf „Haarlosigkeit“ widerspreche dem Deutschen Tierschutzgesetz, ist falsch.
In dem vom deutschen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEV) in Auftrag gegebene „Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen)“ steht, dass ein Zuchtverbot für Katzen zu empfehlen ist, bei denen die Tasthaare fehlen.
Auch das rechtskräftige Urteil des VG Berlin vom 23.09.2015 (Aktenzeichen 24 K 202.14), in dem ein Sachverständigengutachten erhoben wurde zur Entscheidungshilfe, wird ausschließlich das Fehlen der Tasthaare bemängelt, dies und allein dieser Sachverhalt hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Urteilsbegründung.
Auch auf Anfrage des Buchautors M. Skupin [„Sphynxbuch - Anfrage an die Bundesländer“], sowie der Online-Bloggerin Frau B. Kuhlmey [ „Nacktkatzen-Zucht – Qualzucht? Wo sind die Grenzen im Zucht-Geschäft?“] an deutsche Bundesländer, inwieweit es erlaubt sei, haarlose Katzen zu züchten oder ob es nun spezielle Vorgaben gebe, gab es keine weiteren Auflagen, als das Qualzucht-Gutachten auch schon beschrieb.
Aus dem Bundesland Bayern gab es folgende Aussage: „Ein Verbot bestimmter, ausdrücklich genannter Rassen sieht das Tierschutzgesetz nicht vor.“
Die Antwort Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf M. Skupins Frage [Skupin, M.: „Haarlose Feliden - Welt der Katzen Edition “, Books on Demand, ISBN 9-783848-224494] hin war: „[…] ein Verbot der Züchtung von Tieren bestehen kann, wenn Tasthaare fehlen!“
Mit anderen Worten: die Haarlosigkeit von Katzen alleine ist für ein mögliches Zuchtverbot nicht relevant!

2. Ausführungen zum Tatvorwurf „Tiere hätten keine Wimpern“:

Diese Frage stellt sich einem nach intensiven Recherchen: „Haben Katzen überhaupt Wimpern?“ Im Internet findet man schnell die Aussage, dass lediglich einige, wenige Katzen Wimpern besitzen.
Laut Prof. D. T. Ramsey [“Conditions of the Eyelid and Ocular Adnexa in Dogs und Cats”, Michigan State University] findet man folgende Aussage: „Hunde besitzen Wimpern an den oberen Augenlidern, Katzen jedoch keine, weder am oberen noch unteren Lid.“
Die gleiche Aussage findet man auch im Buch von D. Maags [mit ‎P. Miller & ‎R. Ofri: „Slatter's Fundamentals of Veterinary Ophthalmology Cilia Cat”, Elsevier, St. Louis, Missouri 2013, ISBN 978-1-4377-2367-0], was auch auf dem Seminar von dem Augenspezialisten Herrn M. Werhahn Beining von der Augenheilkunde beim Kleintier, GP Cert Ophthal [Seminar „Augenerkrankungen, Diagnostik und Therapie“ am 18.11.2015 an der Kleintierklinik Hannover] berichtet wurde.
Auf schriftlicher Nachfrage der ersten Vereinsvorsitzenden der Katzenfreunde Norddeutschland e. V. wurde diese Aussage von Herrn Werhahn Bening per E-Mail vom 05.02.2017 schriftlich bestätigt, dass Katzen keine Wimpern haben; er schreibt: „Demnach müssten doch alle Katzen ausgeschlossen werden – sie haben einfach keine Wimpern. Ich persönlich denke, wenn das Fehlen der wenigen Haare am Oberlid zu erhöhten Augenschäden führen würden, hätten wir sie häufiger in der Klinik gesehen – was nicht der Fall war.“
Interessanterweise findet man auch im Sachverständigengutachten im Rahmen des VG Berlin (Aktenzeichen 24 K 202.14) keinen Hinweis auf Wimpern. Gleiches gilt auch im Gutachten von Herrn Dr. Schmidt, in dem zwar die Größe und Stellung der Augen beschrieben werden, die Wimpern aber keinerlei Erwähnung finden [Dr. Schmidt, W.-D.: Gutachten zum §11b TierSchG „Qualzucht“ bei Sphinx-Katzen vom 24.09.2001].
Da es auch im Gutachten zur Auslegung von §11b des deutschen TierSchG keine Auflagen bezüglich Wimpern gibt – weder im allgemeinen Teil, noch im speziellen Teil („Katzen“) – gehen wir von einer Verbreitung von Fehlinformationen aus – oder die Frage der Wimpern spielt bei der Katze keine große Rolle, da das dritte Augenlid, eine wichtige Schutzfunktion des Auges übernimmt.
Die Anatomie des Menschen kann man nicht ohne weiteres auf Katzen übertragen.

3. Ausführungen zum Tatvorwurf „Tiere hätten keine Vibrissen“:

Die Tasthaare sind an den Haarwurzeln, die dreimal tiefer in die Haut liegen als normale Haarwurzeln, mit zahlreichen Nerven verbunden, von denen die Signale ans Gehirn der Katze weitergeleitet werden. Die Haarwurzeln reichen bei den Sinushaaren meist bis in die tiefste Schicht des Unterhautgewebes, teilweise bis in die darunter liegende Muskelschicht [siehe M. Skupin: „Sphynx - Die nackte Wahrheit - Welt der Katzen Edition“, Books on Demand, ISBN 978-373224-5352].
Die Anzahl der sichtbaren Vibrissen sowie deren Länge/Dichte variieren laut F. Rice [mit F. L. & B. L. Munger: „A Comparative Light Microscopic Analysis of the Sensory Innervation of the Mystacial Pad. / II. The Common Fur beetween the Vibrissae”] bei nahezu allen Katzenrassen, zumal die im Haushalt lebenden Katzen sich doch recht unterschiedlich entwickelt haben gegenüber der „Stammväter“ Felis silvestris lybica und Felis silvestris silvestris, „ohne dass diese Veränderungen als Qual oder Leiden bezeichnet werden“ können [siehe Dr. W.-D. Schmidt: Gutachten zum §11b TierSchG „Qualzucht“ bei Sphinx-Katzen vom 24.09.2001].
Laut Erhard [„Pathomorphologische Charakterisierung der neuen hypotrichen Mausmutante“] gibt es keine medizinische Hinweise, dass die Vibrissen nicht oder nur ungenügend funktionstüchtig seien, wenn eine gewisse Länge der äußeren Tasthaare unterschritten werde. Ähnliche Aussagen erhalten Sie auch von R. L. Reep [mit M. L. Stoll, C. D. Marshall, B. L. Homer & D. A. Samuelson: „Microanatomy of Facial Vibressae in the Florida Manatee: The Basis for Spezialized Sensory Function and Oripulation”] und S. Günther [„Die Tasthaare von Ratte und Maus oder wie fühlt sich die Welt an?“].
Wie oben bereits erwähnt, sind die Tasthaare mit den Haarwurzeln und den Nerven verbunden. In wie weit eine Störung und Fehlbildung unterhalb der Vibrissenkissen vorliegt, ist mit bloßem Augen nicht nachvollziehbar und kann so nicht bewiesen werden.
Vorgaben, die eine Mindestlänge der sichtbaren Tasthaare (äußere Tasthaare) einfordern, sind weder aus dem deutschen TierSchG, dem „Qualzucht-Gutachten“ oder sonstigen Veröffentlichungen (Gutachten, Gerichtsurteile usw.) her leitbar.
Auch im Sachverständigengutachten im Prozess am VG Berlin (Aktenzeichen 24 K 202.14) finden sich keine Angaben, wie lang die äußeren Tasthaaren sein sollten.
Züchter im Bereich Hessen haben laut Aussage von der Tierschutzbeauftragten Frau Dr. Martin eine Nachweispflicht von mindestens 1 mm Länge. Frau Dr. Martin wird als die deutsche „Expertin und treibende Kraft in Sachen Qualzucht“ – nicht nur in Deutschland, sondern zeitweise auch in Brüssel – tituliert [Zitat von D. Krowas, https://www.darksphynx.de/thema-tasthaare/].
An dieser Stelle sei anzumerken, dass laut Erhard [ „Pathomorphologische Charakterisierung der neuen hypotrichen Mausmutante“] auch bei Mäusen eine Funktion ihrer Tasthaare gewährleistet ist, wenn diese gekräuselt oder kurz sind.
Hierzu ist besonders zu erwähnen, dass die Erforschung der Vibrissen noch nicht abgeschlossen sind, gemäß Prof. T. Prescott [mit Dr. B. Mitchinson & Dr. R. Grant: „Vibrissal behavior and function“] ist bisher nur wenig über die eigentliche Funktionsweise der Vibrissen bekannt.
Herr Dr. W.-D. Schmidt [Gutachten zum §11b TierSchG „Qualzucht“ bei Sphinx-Katzen vom 24.09.2001] erwähnt, dass die Sinnesorgane der Katzen noch nicht ausreichend genug neurologisch untersucht seien und dass die Sinushaare (Vibrissen) bei Katzen lediglich für Engpässe von Bedeutung seien, nicht aber für die Orientierung in der Dunkelheit.
Es gibt auch Aussagen, dass das mütterliche Abknabbern der Vibrissen bei Jungtieren als verhaltens-gestört angesehen wird. Diese Aussage steht im Widerspruch zu J. Dehasse & S. Schroll [ „Verhaltensmedizin bei der Katze: Leitsymptome, Diagnostik, Therapie und Prävention“, Thieme Verlag, ISBN 978-3-8304-1294-6], die sagen: „Manche Katzenmütter oder auch sehr soziale Katzen beißen ihren Kitten oder Partnern […] die steiferen Tasthaare ab.“
Herr Dr. W.-D. Schmidt [„Verhaltenstherapie der Katze“, Schlütersche Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-87706-891-5] bezeichnet dieses Verhalten alles als andere als „verhaltensgestört“, sondern explizit als: „normales Verhalten.“
Nicht nur viele Katzenmütter beißen übrigens dem Nachwuchs die äußeren Schnurrhaare ab, um sie ein wenig in ihrem „Bewegungsdrang“ zu bremsen, dieses Phänomen beobachtet man auch bei anderen Säugetieren (wie z. B. Mäusen Meerschweinchen, Hasen). Laut A. Barth [„Carnegie Mellon University Rearch Shows How Sensory-Deprived Brain Compensates”] wurde bewiesen, dass das Fehlen von äußeren Tasthaaren auf der neurologischen Ebene im Gehirn rasch kompensiert werden konnte und ergänzende Neuronenverbindungen gebildet wurden: „Die Zellen hatten das Fehlen der Vibrissen im überraschendem Ausmaß kompensiert.“
Des Weiteren sind Aussagen zur Bedeutung der Vibrissen bei der Feststellung der Nahrungsbeschaffenheit sowie Sozialverhalten ohne entsprechende wissenschaftliche Experimente nicht haltbar (siehe Dr. G. Dehnhardt [„Gutachten zur Bedeutung des Scherens der Vibrissen beim Pudel“].

4. Ausführungen zum Tatvorwurf „Tiere könnten in freier Natur nicht überleben“:

Genau mit diesen Vorurteilen haben Liebhaber/Züchter von ungewöhnlichen Tieren zu kämpfen. Beispielsweise wird bestimmten Arten unterstellt, dass diese in freier Natur gar nicht überlebensfähig seien. Gerade bei Rassekatzen wird dabei häufig vergessen, dass die Felis silvestris catus niemals in freier Natur gelebt hatte. Hauskatzen sind keine eingefangenen Wildtiere, sondern Haustiere, die sich stets im menschlichen Umfeld bewegten. Sie entstammen von den „Stammvätern“ Felis silvestris lybica und Felis silvestris silvestris, die sich anders als diese entwickelt haben, ohne dass diese Veränderungen als Qual oder Leiden bezeichnet werden können [Dr. Schmidt, W.-D.: Gutachten zum §11b TierSchG „Qualzucht“ bei Sphinx-Katzen vom 24.09.2001].
Anscheinend werden hier europäische Wildkatzen mit verwilderten Hauskatzen verwechselt!
Die Frage ist also nicht, ob unbehaarte Katzen in Europa in freier Natur überleben könnten, sondern ob es irgendwo anders Gegenden gibt, in denen diese Katzen gelebt hatten. Tatsächlich wurden nicht nur kurzhaarige, sondern im Jahre 1921 auch haarlose mumifizierte Katzen aus dem alten Ägypten gefunden. Auch wenn es Skeptiker gibt, die meinen, dass bei Mumien die Haare in jedem Falle ausfallen, so ist es schon verwunderlich, dass dort im Gegensatz zu anderen Katzenmumien keine Haare in der nächsten Umgebung gefunden wurden und dennoch die vorhandenen Tasthaare fest verwachsen waren [siehe M. Skupin: „Sphynx - Die nackte Wahrheit - Welt der Katzen Edition“, Books on Demand, ISBN 978-373224-5352]. Dies kann man hinreichendes Indiz für die Existenz von haarlosen Katzen im alten Ägypten ansehen.
Auch in den lateinamerikanischen Ländern gibt es Überlieferungen, die auf die Existenz von haarlosen Katzen im 13./14. Jahrhundert schließen lassen. Einen wirklichen Beweis hat man für diese Theorie bis heute jedoch nicht erbringen können.
Da aber auch andere haarlose/spärlich behaarte Säugetiere in Gegenden mit diesen klimatischen Bedingungen vorkommen, macht eine ehemalige Existenz von haarlosen Katzen im äquatornahen Gebiet nicht unwahrscheinlicher.

5. Resümee:

Wenn man die vier genannten Tatvorwürfe betrachtet, muss man feststellen, dass kein Tatvorwurf wissenschaftlichen Untersuchungen standhält. Man kann hier wohl von der Verbreitung von unbegründeten Vorurteilen ausgehen.
Gegen Vorurteile – oder „unbewusste Voreingenommenheit“, wie man es fachspezifisch nennt – ist niemand gefeit. Aufgrund der Vielzahl an Informationen, die jederzeit auf uns einströmen, ist es wichtig, diese Daten zu selektieren. Dieses reaktionsschnelle Verhalten hat den Menschen im Laufe der Zeit vor dem Aussterben beschützt. Doch heutzutage muss sich der Mensch normalerweise nicht der Wildnis stellen und ums Überleben kämpfen, sondern faktengestützte Entscheidungen treffen. Aus diesem Grunde sollte man sein Handeln nicht nur auf unbewusste Voreingenommenheit stützten, ansonsten könnten schwerwiegende Fehler die Folge sein! Dies hat der israelische Wirtschafts-Nobelpreisträger D. Kahneman [„Thinking, fast and slow“, Penguin Verlag, ISBN 978-0-1410-3357-0] eindrucksvoll beschrieben.
Als Affektheuristik bezeichnet man die emotionale Reaktion durch persönliche Vorurteile. Man lässt nur den ersten Eindruck zu und zeigt sich resistent gegenüber weiteren Gegebenheiten.
Durch die sog. Bestätigungsfehler untermauert man seine vorgefertigten Ansichten, in dem nur eine selektive Auswahl an Informationen zulässt und andere ignoriert bzw. diese als Fehlinformationen bewertet. Als nächstes interpretiert man die Auswahl der Informationen nur in der Weise, die bereits die getroffene Bewertung unterstützt. Aus dem Gedächtnis werden schließlich nur diejenigen Fakten abgerufen, die den eigenen Erwartungen entsprechen.
Der Halo-Effekt wirkt sich auf die Einschätzung von weiteren konkreten Eigenschaften aus. Aufgrund von positiven Erfahrungen in einem Bereich schätzt man jemanden für nahezu alle Bereiche als geeignet ein. Dies gilt selbstverständlich auch im Negativen. Wenn jemand eine gewisse Aufgabe nicht erfüllt, so sei er für jegliche andere Arbeiten ebenfalls nicht geeignet. Es entsteht das stereotypische Denken, das sog. „Schubladen-Denken“ [siehe The Royal Society: „Understanding unconscious bias”].
Auch gibt es eine Beeinflussung durch Ähnlichkeiten, so dass man Personen bevorzugt, die einem selbst ähnlich sind und deren Fehler man leichter ignoriert. Auf der anderen Seite werden Fehler von andersartigen fokussiert. Häufig haben Menschen die Einstellung: „Das Ähnliche ist sicher – das Andersartige bedrohlich.“ [siehe hierzu auch Banaji, Mahazarin R. & Anthony G. Greenwald: „Blindspot: Hidden Biases of Good People“, Delacorte Press Verlag, ISBN 978-0-5538-0464-5 sowie PsyCuriosity: „Vorurteile und Stereotype - einfach erklärt“].
Diese Einstellung findet man leider besonders häufig, wenn es um haarlose Katzen geht! Tun Sie das bitte nicht, lassen Sie sich von wissenschaftlichen Fakten leiten - nicht von unbewusster Voreingenommenheit!

SO nicht! Die Tierklinik Dresdner Heide von Herrn Dr. med. vet. Ingo Pfeil.

Als Maine Coon Züchter pflege ich den Kontakt zu den Besitzern, der von mir abgegebenen Kitten. Ich stehe ihnen gern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Natürlich möchte ich informiert werden, wenn die Katzen erkranken. Durch die Besitzer unserer Katzen bin ich mit der sehr differenten Arbeitsweisen von Tierärzten konfrontiert. Die meisten Tierärzte arbeiten auf einem guten Niveau, aber ich musste bereits auch völlig kompetenzbefreite Veterinäre erleben. Aus diesem Grund suche ich in der Regel das Gespräch mit dem behandelnden Tierarzt. Das Wohl der Kitten of Maine Coon Castle liegt mir sehr am Herzen.

Am späten Nachmittag des 07.06.2017 riefen mich die Besitzer von Jay an. Jay hat Fieber und sie sind mit Ihm in die Tierärztliche Klinik Dresdner Heide von Herrn Dr. med. vet. Ingo Pfeil gefahren.

Wir stimmten uns am Telefon ab, dass ich ein Gespräch mit der behandelnden Tierärztin Frau Sabine Schulz führe um ihr von unseren Erfahrungen und der Behandlungsmethode, der uns betreuenden Tierarztpraxis am Hausberg in Pirna, zu berichten. Da ich bereits bei der Schwester von Jay, Jenny, umfangreiche Untersuchungen und Tests durchgeführt habe, wollte ich die Ergebnisse gern übermitteln um eine effektive Versorgung zu gewährleisten.

Das Gespräch wurde von Frau Schulz abgelehnt. Völlig empathielos schürte Frau Schulz unbegründete Ängste bei den Besitzern und verkaufte stattdessen das grosse Programm! Serologische Erhebung (natürlich ohne Befund - ein grosses Blutbild wäre sinnvoll gewesen), Infusion (bei Jay nachweislich unnötig) und eine Einweisung in die Klinik (absolut schwachsinnig!). Die medikamentöse Grundversorgung erfolgte ABER ein Präparat wurde nicht eingesetzt. Der lapidare Hinweis... es ist davon nur noch wenig vorhanden und das Medikament ist schwer zu beschaffen. Als gravierende Fehlleistung der Tierärztin betrachte ich die angeordnete Überdosierung der Medikation. Nach Rücksprache mit den Besitzern von Jay habe ich das korrigiert.

Ich habe mir die Rechnung angesehen. Ein Rechnungsbetrag von 62,31 EUR wäre gerechtfertigt gewesen. Berechnet wurden für die "Leistungen" 228,66 EUR. Eine Frechheit!
Ich selbst habe vor Jahren bereits sehr negative Erfahrungen mit der inkompetenten Arbeitsweise der Tierärztlichen Klinik Dresdner Heide gemacht.

Ich warne Katzenbesitzer vor der Tierärztlichen Klinik Dresdner Heide von Herrn Dr. med. vet. Ingo Pfeil.

Es gibt sehr gute Alternativen in Dresden. Ich gebe Ihnen dazu bei berechtigtem Interesse gern Auskunft.

Am 18.06.2017 habe ich mich in dieser Angelegenheit mit einer schriftlichen Beschwerde direkt an Herrn Dr. med. vet. Ingo Pfeil gewandt.
Eine Reaktion ist bis heute ausstehend. Ich fühle mich in meiner Meinung bestätigt, dass in dieser Tierklinik die Höhe der Rechnung im Vordergrund steht. LEIDER!

Mit freundlichen Grüßen
Jens Zierz

Anika Susann May-Leske und die Merkwürdigkeiten des Crystal Palace Cats e.V. II

29.01.2017 Update

Nach meinem Schriftsatz  „Die Merkwürdigkeiten des Crystal Palace Cats e.V. I“ vom 12.01.2016 habe ich Ende Dezember 2016 der Ordnung halber erneut die aktuellen Unterlagen zum Crystal Palace Cats e.V. beim Amtsgericht Potsdam, Abteilung für Registersachen angefordert. Diese sind Anfang Januar 2017 eingegangen.

Ich darf feststellen, dass meine Erwartungen bestätigt wurden. Keine Änderung zum Vorjahr.

Es stinkt gewaltig beim Crystal Palace Cats e.V. Der Verein ist selbst nach der von Frau May-Leske gefälschten Satzung bis heute nicht handlungsfähig. Ich betrachte ausgestellte Dokumente des Vereins als wertlos und juristisch anfechtbar.


Damit der geneigte Leser die Chronologie der „Ereignisse“ nachvollziehen kann  empfehle ich die Lektüre in folgender Reihenfolge:

  1. Int. Katzenausstellung 2015 Am salzigen See
  2. Die Merkwürdigkeiten des Crystal Palace Cats e.V.
  3. Die Merkwürdigkeiten des Crystal Palace Cats e.V. I

Um Ihre Zeit nicht zu verschwenden, möchte ich kurz erklären, was mich bewegt, Geld und Zeit in diesen Vorgang zu investieren. Ich bin vereinsgebundener Rassekatzenzüchter. Ich sehe meine Arbeit und die Arbeit meiner Züchterkollegen entwertet, wenn die von mir beschriebenen Zustände in der Rassekatzenzucht möglich sind und nicht sanktioniert werden.

Ich frage mich, welches Selbstverständnis Verbandsvorsitzende, Vereinsvorsitzende, Zuchtbuchleiter und Zuchtrichter haben, die wegen falsch verstandener Kollegialität oder schlicht Feigheit wegschauen.
Ist ihnen nicht bewusst, dass sich sowohl Züchter als auch Käufer von Rassekatzen auf ihre Arbeit und Kompetenz verlassen? Wenn Sie Kenntnis von gefälschten Stammbäumen und zweifelhaften Richterprüfungen haben, dann dürfen Züchter und Käufer ein konsequentes Vorgehen dagegen erwarten! Wenn die Verantwortlichen das nicht leisten können, dann sind es allenfalls selbstverliebte Schauspieler, die dem Ruf der Rassekatzenzucht schaden.

Ich darf dem Leser versichern, dass ich meine Ausführungen mit entsprechenden Dokumenten gerichtsfest belegen kann.

Die deutsche Justiz arbeitet langsam, deshalb versuche ich die Ereignisse des Jahres 2016 „geordnet“ darzustellen. Ich lasse Ausführungen zu nicht abgeschlossenen Verfahren weg und äußere mich nicht zu Vorgängen, die aus meiner Sicht nicht ausreichend belegt sind. Dazu gibt es ggf. ein Update.

Am 03.01.2015 hatte Anika Susann May-Leske per E-Mail Frau Janine Treßelt den Vereinsausschluss aus dem CPC mitgeteilt. Formlos, nicht Satzungskonform und selbstherrlich. Aus Sicht und im Selbstverständnis von Frau May-Leske ein völlig normaler Vorgang, da der Verein ja ihr gehört und Mitglieder eher schmückendes Beiwerk sind.

Der Rechtsanwalt von Frau Treßelt widerspricht dem Vereinsausschluss am 08.01.2015 und fordert den Beschluss des Vorstandes über den Vereinsausschluss an. Im gleichen Schriftsatz erfolgt die erste Aufforderung, eine Abschrift der Satzung in aktueller Fassung, Protokolle der ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlungen der Jahre 2013, 2014 und deren gefassten Beschlüsse nebst der Kassenberichte 2013, 2014 vorzulegen. Frist bis 16.01.2015. Ausstehend bis heute.

Am 20.01.2015 wurde der Crystal Palace Cats e.V. erneut angeschrieben, da seitens des Vereins keine Reaktion zu verzeichnen war. Es wurde ein Anhörungstermin beim Rechts,- und Widerspruchsausschusses des Vereins verlangt. Frist bis 30.01.2015

Am 05.02.2015 wurde der Verein erneut angeschrieben, da keine Reaktion erfolgte. Erneute Fristsetzung bis 11.02.2015

Daraufhin reagierte Frau Walch, die Tochter des Vereinsanwaltes, und Zuständige für PR und Öffentlichkeitsarbeit CPC e.V. mit einer E-Mail.
Nach Rücksprache mit dem Vereinsanwalt (ihrem Vater) gab es keinen Widerspruch gegen den Ausschluss und Frau Treßelt ist kein Mitglied im CPC. Die geforderten Unterlagen könnten in der Geschäftsstelle eingesehen werden oder auf der Vereinshomepage. Des Weiteren wurde Frau Treßelt aufgefordert, sich nicht mehr als Mitglied des Crystal Palace Cats e.V. „auszugeben“.
Anmerkung: Nach §4 der beim Amtsgericht hinterlegten Satzung ist es ausgeschlossen, dass Frau Walch eine Funktion im Crystal Palace Cats e.V. ausübt. Zum damaligen Zeitpunkt war sie Mitglied im Freesenkatten e.V. und hat dort auch ihre Stammbäume bezogen. Ein anderslautender Beschluss des Vorstandes ist nicht bekannt und hinterlegt.

Am 19.02.2015 erfolgte das vierte Anschreiben an den Verein, da erneut keine Reaktion erfolgte. Frist bis 28.02.2015

Am 02.03.2015 wurde von dem Rechtsanwalt von Frau Treßelt die Klage gegen den Crystal Palace Cats e.V. beim Amtsgericht Rathenow eingereicht.

Dann geschah ein Wunder… Die Tiefschlafphase wurde überwunden, und die Bühne des Lebens betreten. Wortreich, polemisch - und etwas der Realität entrückt - antwortete am 03.03.2015 der Vereinsanwalt Walch.
Er entschuldigte sich artig, dass er bis dato nicht reagieren konnte, er hatte gesundheitliche Probleme. Er reichte den Vorstandsbeschluss vom 04.01.2015 nach. Eine Erklärung, wann und wo sich denn der Vorstand getroffen hat, ist er bis heute schuldig.
Nun möchte ich den hochverdienten Anwalt des berühmten Crystal Palace Cats e.V. nicht in Verlegenheit bringen… ABER: erst der Vorstandsbeschluss und dann die Trennung vom ungeliebten Mitglied. In der Genesungsphase kann einem so ein kleines Detail schon mal entgehen…

Die Begründung fand ich stark.
Es war schon seit geraumer Zeit zu bemerken, dass Frau Treßelt dem CPC e.V. und dem Vorstand außerordentlich kritisch gegenüber stand. Sie hat sich bei jeder sich ergebenen Gelegenheit dementsprechend geäußert. Bereits im Herbst 2014 äußerte sie sich in dieser Richtung Dritten gegenüber auf der Ausstellung des Felidae e.V. im Velodrom in Berlin.
Am 03.01.2015 um 20:48 Uhr hat sie dann auf Facebook die Äußerungen des Herrn Zierz auf ihrer Chronik gestellt, lesbar für jedermann, in denen Herr Zierz sich in gespielter Fürsorglichkeit um den Verein kümmernd, diverse Anschuldigungen in Richtung unseres Vorstands und somit des Vereins in Umlauf brachte. Der Text dieser Facebook Äußerung von Herrn Zierz wird diesem Beschluss hier beigegeben. Er enthält u.a. eindeutig beleidigende Äußerungen gegenüber dem Vereinsvorstand und anderen Mitgliedern und kündigt Denunziation bei der Finanzbehörde an. (Damit man den Unsinn der Ausführung nachvollziehen kann, ist das Original oben nachzulesen)

Mit dem Teilen - d. h. der Weiterverbreitung - dieses Beitrages hat Frau Treßelt unmissverständlich sich diese Aussage von Herrn Zierz zu Eigen gemacht. Dies Verstößt gegen die Vereinssatzung §5 Punkt 4.1 und stellt ein vereinsschädigendes Verhalten dar, das den Ausschluss rechtfertig. Unterzeichnet von: Anika Susann May-Leske, Uwe Leske, sowie dem 2. Vorsitzenden (?) Ronny Kollock.

Wann und wo wurde Herr Kollock 2. Vorsitzender? Protokolle und Beschlüsse sind auch hier nicht hinterlegt.  Ich erinnere… Bei dem Amtsgericht Potsdam werden folgende Vertretungsberechtigte Personen benannt: 1. Vorsitzender: May, Anika Susann, 2. Vorsitzender: Gauert, Reinhard, 3. Vorsitzender: Vergin, Jennifer. Jeweils als alleinvertretungsberechtigt.

15.04.2015: Verhandlungstag am Amtsgericht Rathenow – Das Waterloo für Anika Susann May-Leske.

Der Richter fragt die Gegenpartei warum auf vier Anschreiben nicht reagiert wurde.
Antwort: Der Vorstand fühlte sich nicht in der Lage, mit Frau Treßelt zu kommunizieren, weder schriftlich, noch telefonisch. Auch alle anderen Mitglieder des Vereins wollen mit Frau Treßelt nichts zu tun haben.

Der Richter stellte fest, dass in der Begründung über den Vereinsausschluss nichts zu finden ist, welches einen Ausschluss rechtfertigen würde. Man könnte aus dieser Begründung allenfalls eine Verwarnung aussprechen.
Anmerkung von Anika Susann May-Leske: Ihr sei es egal, ob das Gericht oder der Richter die Gründe für gerechtfertigt erachtet, für sie waren sie ausreichend.
Personen, die die Behauptung von Anika Susann May-Leske stützen, wurden nicht genannt, da die Vereinsmitglieder geschützt werden sollten. Auf Nachfrage wurde im späteren Verlauf Martina Müller namentlich erwähnt, die jedoch kein Vereinsmitglied des CPC e.V. ist.

Der Richter stellte fest, dass er keinen „Angriff“ auf den Verein feststellen kann. Allenfalls kann er eine Auseinandersetzung zwischen Frau Treßelt und Anika Susann May-Leske feststellen. Es muss unterschieden werden, zwischen der Funktion als Vereinsvorsitzende und der Privatperson.
Anika Susann May-Leske erklärte, dass sie diesbezüglich keinen Unterschied erkennen kann.

Der Richter regte an, dass Anika Susann May-Leske überlegen sollte ob sie dem Amt einer Vorsitzenden gewachsen sei, wenn sie sich nicht im Stande fühlt, mit Mitgliedern des Vereins zu kommunizieren und auch nicht in der Lage ist, den Unterschied zwischen sich als Privatperson und ihrer Funktion als Vereinsvorsitzende zu erkennen.


Am 13.05.2015 erfolgte die Urteilsverkündung. Der Vereinsausschluss von Frau Treßelt wurde als unbegründet für nichtig erklärt.

Was macht ein Anwalt mit viel Tagesfreizeit und einer selbstherrlichen Mandantin? Er beschwert sich.
Die Beschwerde von RA Walch, dass das Gericht der Beklagten „kein Gehör“ geschenkt hätte wurde zurückgewiesen. Der Richter legte den Streitwert auf 600 EUR fest und lies keine Berufung zu.

Das Ego von Anika Susann May-Leske war tief verletzt!
Im Jahre 2016 ging es in eine neue Runde. Der ursprünglich festgelegte Streitwert von 600 EUR wurde von dem Anwalt des CPC e.V., RA Walch, auf 2.500 EUR heraufgesetzt damit Anika Susann May-Leske im Auftrag des Crystal Palace Cats e.V. in Berufung gehen konnte.
Auf welcher Versammlung des Crystal Palace Cats e.V. ist dieser Umgang mit dem Vereinsvermögen zur Egopflege von Anika Susann May-Leske beschlossen worden?

Am 13.07.2016 sollte der Termin der Berufungsverhandlung des Crystal Palace Cats e.V. gegen Frau Treßelt vor dem Landgericht Potsdam stattfinden. Nach einem Hinweis des zuständigen Richters VOR dem anberaumten Termin zog RA Walch das Berufungsbegehren des Crystal Palace Cats e.V. zurück.
Der Prozess wurde von Frau Treßelt ohne weitere Verhandlung endgültig gewonnen und der Verein wurde mit den nunmehr deutlich höheren Kosten konfrontiert.
Verantwortungsvolle Arbeit im Interesse des Vereins sieht anders aus. Frau Anika Susann May-Leske: DAS ist vereinsschädigendes Verhalten!

Liebe Leser, der Text ist lang und wird noch länger. Der Text läuft nicht weg. Machen Sie Pause und holen sich etwas Leckeres zu trinken!

Im Januar 2015 habe ich, wie versprochen, Anika Susann May-Leske bei der Staatsanwaltschaft Potsdam wegen Untreue und Urkundenfälschung angezeigt. Zur Erläuterung möchte ich ausführen, dass erst die Arbeit der Rechtsorgane zur Feststellung der Schuld führen kann. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.

Der Verlauf der Angelegenheit illustriert die Arbeit der Rechtspfleger in diesem Fall und vermittelt einen Eindruck, warum ich enttäuscht bin von der Arbeit der Dachverbände und Vereine die Kenntnis von der Causa Anika Susann May-Leske haben.

Mitte August 2015 wurde mir von der Staatsanwaltschaft Potsdam mitgeteilt, dass die Ermittlungen mangels öffentlichen Interesses eingestellt werden. Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt.

Im September 2015 wurde mir von der Staatsanwaltschaft Potsdam mitgeteilt, dass die Ermittlungen fortgeführt werden.

Am 26.04.2016 wurde mir von der Staatsanwaltschaft Potsdam mitgeteilt, dass die Ermittlungen nach Rücksprache mit dem zuständigen Richter eingestellt werden, weil unter Anderem der Schaden als gering eingeschätzt wird. Ich habe einen Taschenrechner und habe Gegenvorstellung an die Staatsanwaltschaft gesendet.

Am 25.05.2016 erhielt ich die Mitteilung, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden.

Ich bin nicht befugt, aus der mir vorliegenden Akte zu zitieren. Am 09.08.2016 wurde Anika Susann May-Leske wegen Urkundenfälschung gerichtlich sanktioniert.

Geneigter Leser, sie können noch? Sie haben noch Kraft? Sie sind noch nicht vom Glauben abgefallen? Gut, dann lesen sie weiter…

Nach dem gleichen Muster und natürlich mit derselben Energie verfolgt Anika Susann May-Leske ihr Projekt „Ich muss Zuchtrichter werden“.

Am 26. und 27. April 2014 fand die 1. Internationale Katzenausstellung des Thüringer Katzen Union e.V. in Nohra bei Weimar statt. Voller Freude und ein wenig stolz habe auch ich damals meine Maine Coon Katzen der Richterschülerin Anika Susann May-Leske für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Ich wusste nicht, dass sie die Voraussetzungen für diese Prüfung nicht erfüllt hat.

Für ihre erste Prüfung als Zuchtrichterin, die einen wesentlich höheren Stellenwert als die Nachfolgenden hat, wäre der Nachweis von Vorprüfungen erforderlich gewesen (15 Richterschülerzeugnisse für die Rasse Maine Coon und die theoretische Prüfung). Anika Susann May-Leske hatte diese Nachweise zu Hause „vergessen“ und so wurden die Examenszeugnisse einbehalten. Die Ausstellungsleitung und die Prüfungsrichter erklärten sich bereit, dass das Examenszeugnis übergeben wird, wenn die geforderten Unterlagen eingereicht sind und einer positiven Überprüfung unterzogen wurden. Die gesetzte Frist verstrich und Anika Susann May-Leske reichte keine Unterlagen ein.

Am 10.10.2014 wurde sie schriftlich dazu aufgefordert, die notwendigen Schriftstücke bis zum 31.12.2014 nachzureichen, ansonsten würde der am 27.04.2014 in Nohra geschlossene Vertrag wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen aufgehoben werden. Auch diese Frist verging ohne eine Reaktion von Anika Susann May-Leske. (Sie erkennen ein Verhaltensmuster? Ich auch.)

Anika Susann May-Leske versuchte sich stattdessen in Lobbyarbeit. Es wurden Zuchtrichter und Vereine verunglimpft, die zu viele Fragen stellten. Ich habe das damals überhaupt noch nicht mitbekommen. Mich hat es schlicht nicht interessiert. Als Anika Susann May-Leske übel über die anwesenden Zuchtrichter und Züchterkollegen anlässlich der Ausstellung des  Katzenfreunde Lausitz & Niederlausitz e.V. in Mutzschen herzog, fühlte ich mich allerdings persönlich betroffen. Das veranlasste mich zu dem ersten, wohlmeinendem Schriftsatz. (Int. Katzenausstellung 2015 Am salzigen See)

Anika Susann May-Leske hatte wahrscheinlich keine Zeit für solche Faxen und Nebensächlichkeiten wie Dokumente, denn in der Zwischenzeit hat Sie weitere - sogenannte Folgeexamen - für andere Rassen abgelegt, bei denen die oben genannten Faktoren einer Erstprüfung überhaupt nicht berücksichtigt wurden bzw. werden konnten.

Immer im Stress, immer in Aktion… Sie hat auf mehreren Ausstellungen bereits Maine Coon-Katzen gerichtet, obgleich die Befähigung dazu noch in Klärung lag. Dieses war Anika Susann May-Leske sicher bewusst, schließlich hatte sie noch kein Examenszeugnis erhalten!
Das ist Betrug an den Züchterkollegen und ein Versagen des Vereins, der sie als Zuchtrichterin geladen hat und vergass, die Examenszeugnisse anzufordern.

Erst als bekannt wurde, dass Anika Susann May-Leske Bewertungen ohne die Berechtigung dazu durchgeführt hatte, fühlte sie sich bemüssigt, diverse Schriftstücke an den Hauptprüfungsrichter zu senden.

Diese Schriftstücke wurden intensiv überprüft und die Echtheit der eingereichten Vorprüfungskopie angezweifelt. Das Schriftstück wurde am 17.03.2012 auf den Namen „Anika Susann May-Leske“ ausgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war sie aber noch nicht mit Herrn Leske verheiratet, so dass der Name damals „Anika Susann May“ lauteten müsste. Die Unterschriften der Prüfungsrichter sind ohne Stempel versehen, so dass man diese nicht identifizieren kann. (Ich verweise auf den Abschnitt weiter oben. Urkundenfälschung?) Die Angabe von Anika Susann May-Leske, dass einer der Unterschriften von Frau Barbara Langhammer stammen würde, ist unwahr. Frau Langhammer war nach eigenen Angaben nicht auf besagter Show anwesend.
Sämtliche Richterschülerzeugnisse, die vom Crystal Palace Cats e. V. ausgestellt wurden, konnten nicht akzeptiert werden, da Anika Susann May-Leske dort als Vorsitzende fungierte. Die Prüfungsrichter waren bereits mehrmals bei den Ausstellungen des Crystal Palace Cats e. V. anwesend und wussten, dass Anika Susann May-Leske nicht neben einem Richter sass und Katzen bewertet hatte.

Die Prüfungsrichter kamen zu dem Schluss, dass Anika Susann May-Leske nach Vorlage dieser Unterlagen nicht zur Prüfung in Nohra zugelassen worden wäre und teilten ihr das mit.

Anika Susann May-Leske handelt gegen den Ehrenkodex eines Zuchtrichters und ist meiner Meinung nach moralisch und ethisch nicht in der Lage diese Funktion gewissenhaft wahrzunehmen!

Anika Susann May-Leske wurde folgendes schriftlich mitgeteilt:
„Sie haben dieses Amt bereits vor einer bestätigten Befähigung ausgeübt, Richterkollegen die Unwahrheit über die eine bestandene Erstprüfung erzählt und sich außerdem öffentlich beleidigend über Kollegen geäußert. Im Ehrenkodex wird explizit ein „respektvoller Umgang“ gefordert. Aus diesem Grunde sehe ich mich gezwungen, Ihren Antrag auf Befähigung zum Richten der Katzenrasse „Maine Coon“ einschließlich des Erstexamens abzulehnen. Sie sind nicht berechtigt, diese Rasse zu bewerten. Auch sämtliche folgenden Examen stellen wir infrage, da sich Prüfungsrichter bei Folgeexamen häufig auf die Überprüfung der Erstprüfung verlassen. Bitte teilen Sie das Ergebnis dieses Schreibens den Vereinen, bei denen Sie bisher gerichtet haben sowie den Prüfungsrichtern, die Folgeexamen abgenommen haben, mit. Sollte dies nicht innerhalb von 14 Tagen Ihrerseits geschehen sein, sehen ich mich gezwungen eine Kopie dieses Schreibens an alle betroffenen Parteien weiterzuleiten, welche dann ihrerseits entscheiden müssen, ob bei deren geschlossenen Verträgen mit Ihnen weiterhin Gültigkeit bestehen soll.“

Weitere Highlights der Zuchtrichterambitionen von Anika Susann May-Leske:

  • 09.12.2015 Perser-Prüfung: wegen Betruges abgebrochen!
  • 03.04.2016 Russisch Blau Nebelung: durchgefallen!

Der „Dachverband“ WACC und „Die Qualitätsoffensive freier Katzenvereine“ Cat Collect wurden darüber und auch über die Stammbaumfälschungen von Anika Susann May-Leske informiert. Sie sind bis heute untätig.

Liebe Leser und Züchterkollegen, das gelesene ist ein negativ Beispiel. Wir können das gemeinsam ändern. Wir finanzieren durch Startgelder auf Ausstellungen die Vereine und dürfen natürlich auch die Arbeit unserer Vereinsverantwortlichen hinterfragen. Ich kenne so viele gute und ehrliche Züchterkollegen die ich schätze. Ich durfte Ausstellungen bei richtig guten Vereinen besuchen und habe mich wohlgefühlt. Ich freue mich über konstruktive Kritik fachlich versierter Zuchtrichter auf Ausstellungen und berücksichtige die Hinweise gern. Kurz… ich kenne auch eine Vielzahl von sehr positiven Beispielen. Es gibt also keinen Grund, keine Freude bei der Katzenzucht zu haben. Klappe halten und weiter so, dass geht natürlich auch nicht.

Die Chefs der Vereine sollten sich fragen, was mute ich meinem Vereinsmitglied zu? Genüge ich den Anforderungen und der Sorgfaltspflicht meines Amtes?

Herzliche Grüße
Jens Zierz

It´s Showtime - Maine Coon Castle® on Tour